7 Ansichten

In Anlehnung an Frau Liebes 7 Sachen werden wir hier 7 architektonische/urbane Eindrücke der sonntäglichen Spaziergänge zeigen. Wir fotografieren, was uns begegnet auf dem Weg durch den Kiez und was uns erst im gelenkten Blick auffällt. Kleine Details an Fassaden, die Schönheit von Straßenzügen, die beeindruckende Hässlichkeit eines Neubaus, aber auch die architektonischen Besonderheiten eines 60er Jahre Wohnblocks. Dinge, die nur in unserem selbstgewählten Fokus überhaupt fotografierenswert erscheinen, aber es genau deshalb auch sind.

Farben an Fassaden sind nicht immer glücklich. Diese hier schon.

Nicht nur, dass die Fassadenfarbe an Himbeereis erinnert, nein, im ersten Stock hängt ein weißer Hund am Balkon.

Dieses Haus war bis vor ein paar Monaten noch knallerosa und unsaniert. Nun hat es neue Fenster, eine neue Gaststätte und kommt in einem leichten Sandgelb daher. Das „Rosa Haus“ war eine abgetakelte, verarmte großbürgerliche Dame des letzten Jahrhunderts und ist jetzt nur noch eine günstige A-Lage im aufstrebenden In-Kiez.


Weil es mehr braucht zur meinungsgebildeten Ablehnug einer Vollverschleierung als medial aufgeschäumtes eurozentrisches Selbstverständnis, zum Beispiel wenigstens einmal die Überlegung, ob eine Frau nicht auch eine Entscheidung für sich selbst getroffen hat, und der ernsthafte Versuch, mit den Betroffenen zu sprechen und nicht über sie…

Auch dieses Haus sah bis vor ein paar Monaten noch ganz anders aus. Hier befand sich die berühmt-berüchtigte Karmanoia-Bar mit ihrem über mehrere Stockwerke reichenden Labyrinth. Dieses Kleinod an Berlin-typischer Andersartigkeit in Punk-, DIY und auch Kulturhippie-Attitüde musste schließlich ausziehen, um dieser nun vollendeten (Tod-)Sanierung Platz zu machen. Der Mittelmäßigkeit unsere Städte…

Selbst der zehntausendste Banksy-Verschnitt ist immer noch eine gern gesehene Wohltat für traurige Hauseingänge…

Wir brauchen nicht unbedingt das New Yorker Iron Flat Building um der architektonischen Dominanz des rechten Winkels zu entgehen. Während wir diese 45 Grad-Ecke fotografieren, bleiben zwei junge Frauen begeistert stehen und zücken ebenfalls ihre Kameras. Als wir weitergehen bedanken sie sich für’s Aufmerksammachen.

*Der Spaziergang ging durch Neukölln, zum Beispiel über die Boddinstraße, Weserstraße, Mainzerstraße.

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